Theo Eshetu

Der äthiopisch-britische, in Berlin lebende Künstler Theo Eshetu verbindet seit den späten 1980er Jahren in seinen Filmen und Videoinstallationen die Formensprache des Experimentalfilms – schnelle Schnittfolgen oder musikalische Bildrhythmen – mit anthropologischen Themen, wie der Bedeutung und Dar-stellbarkeit von Ritualen, Symbolen und Mythen. Eshetus Werk verweist auf ein komplexes Netzwerk verschiedener Kulturen, auf Formen kultureller Hybridität ebenso wie auf die Kollision von Gegensätzen.

Parallel zu den Berliner Filmfestspielen präsentiert die daadgalerie Eshetus bisher umfangreichste Video-installation „The Return of the Axum Obelisk“ (2009, 26min, loop) erstmals in Deutschland.

Theo Eshetu (geb. 1958 in London) lebt und arbeitet in Berlin. Seine Arbeiten wurden auf zahlreichen Filmfestivals und in internationalen Institutionen präsentiert, z.B. dem Filmfestival von Venedig, dem Filmfestival von London, dem New York African Film Festival, der 2. Video-Biennale von Fukui, Japan, u.v.a. Seine Filme wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. durch das Berlin Video Festival, das International African Film Festival in Mailand oder das Festival dei Due Mondi in Spoleto. 

Eshetu hat an internationalen Ausstellungen teilgenommen, u.a. im Institute of Contemporary Art, London, im Stedelijk Museum, Amsterdam, in der National Gallery of Canada, im Martin Gropius Bau, Berlin und in der National Gallery of Cape Town, Südafrika. 

2011 wurden seine Arbeiten auf der Sharjah Biennale und auf der Venedig Biennale gezeigt. 

2012 war Theo Eshetu Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD. 

2013-2016 hatte Eshetu Ausstellungen in der Tate Britain, Deutsche Bank Kunsthalle und LACMA, L.A. 

Er nahm an den Bienalen von Goeteborg, Irland, Kochi, Shanghai und Dakar teil. 

2017 wird er in der Documenta 14 ausstellen.

Der Künstler war zum ersten Male von Oktober 2016 bis Ende Dezember 2016 als Stipendiat in der Kulturakademie Tarabya in Istanbul. Er bekam eine Verlängerung und wird jetzt vom 9. September bis Ende November 2017 nochmals als Stipendiatin der Kulturakademie in Tarabya leben und arbeiten.

Theo Eshetu

Theo Eshetu